Im Gespräch mit dem Schüler*innen-Beirat Szenenwechsel

TUSCH lebt vom Austausch zwischen Schulen, Theatern und Schüler*innen genau hier setzt auch Szenenwechsel an. Das Projekt unter der Leitung von Nebou N’Diaye und Leo Lütke bringt Schüler*innen aus verschiedenen Schulen und Stufen zusammen, die ihre Perspektiven auf Theater und künstlerische Mitgestaltung einbringen.

Im Workshop beim 3. TPT ging es um Partizipation, also darum, wie Schüler*innen ihre Erfahrungen einbringen und aktiv an Prozessen mitwirken können. Dabei wird schnell klar, dass Szenenwechsel weit mehr ist als ein einmaliger Austausch. Das Projekt schafft einen Raum, in dem Schüler*innen nicht nur zuschauen, sondern mitdenken, mitreden und mitgestalten. Bei Szenenwechsel kommen von Grundschüler*innen bis zur Oberstufe verschiedene Stimmen zusammen, sodass ein breites Bild von den unterschiedlichen Wahrnehmungen entstehen kann.

Im Gespräch mit Gabriel und Paris, beide Teil des Beirats, wird deutlich, wie wichtig es ist, Schüler*innen diesen Raum zu geben. Gabriel sagt: „Wir werden jedes Mal gefragt, was haltet ihr denn jetzt vom jetzigen Schultheater, wo denkt ihr könnten Sachen verändert werden, damit es euch besser gefällt.“ Für ihn liegt darin die Stärke des Projekts: Schüler*innen bringen ihre Perspektiven ein und zeigen, was ihnen fehlt, was sie sich wünschen und wo Theater sich weiterentwickeln kann.

Auch Paris betont die Bedeutung von Partizipation. Sie sagt: „Ich finde es allgemein interessant, dass wir überhaupt eine Stimme haben für Hamburger Schulen.“ Besonders spannend findet sie, dass im Projekt verschiedene Stufen zusammenkommen und man erleben kann, wie unterschiedlich Theater gedacht wird und welche Ideen dabei entstehen: „Das fand ich echt cool, also auch die jüngeren haben echt schon eine Meinung und das war echt interessant zu sehen.“

Szenenwechsel macht sichtbar, wie lebendig Theater werden kann, wenn junge Menschen nicht nur eingeladen, sondern mitentscheiden können. Es geht um Fragen wie: Was wünscht ihr euch? Was macht euch neugierig? Und wie kann Theater für verschiedene Altersgruppen offener und zugänglicher werden? Gabriel bringt es auf den Punkt: „Unsere Stimme ist genauso wichtig wie die von den Erwachsenen.“ Wir freuen uns auf weitere Einblicke vom längst überfälligen Szenenwechsel.