Ernst Deutsch Theater & STS Altona

Im Rahmen unserer TUSCH-Zusammenarbeit stand in diesem Schuljahr vor allem der kontinuierliche Aufbau von Theater im Schulalltag im Mittelpunkt. Gleichzeitig gab es mit dem Projekt „Ans Licht“ auch ein künstlerisches Großprojekt, das von Hédi Bouden geleitet und gemeinsam mit unseren Schüler*innen entwickelt wurde. Kris Storey-Weinstein arbeitete dabei szenisch mit den Jugendlichen und inszenierte sie im Rahmen des Projekts. So wurde Theater auch als öffentlicher und künstlerisch verdichteter Ausdruck schulischer Erfahrungen und Perspektiven sichtbar.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Projektwoche des 6. Jahrgangs. Hier arbeiteten Theaterpädagoginnen mit den Klassen zum Thema „Sich selbst und die Gruppe stärken“. In Übungen, Improvisationen und gemeinsamen Spielsituationen setzten sich die Schülerinnen mit Vertrauen, Ausdruck, Selbstwahrnehmung und Gruppendynamik auseinander. Theater wurde dabei zu einem Raum, in dem sie sich anders zeigen, einander neu begegnen und als Klasse gemeinsam wachsen konnten. Auch im Schulalltag entstanden immer wieder kleine theatrale Interventionen, die neue Perspektiven eröffneten und Erfahrungen sichtbar machten, die im Unterricht sonst oft unausgesprochen bleiben.

Darüber hinaus spielte die theatrale Erkundung des unmittelbaren Schulumfelds eine wichtige Rolle. Im Zentrum stand das ehemalige Gelände des Güterbahnhofs, das die STS Altona umgibt und mit künstlerischen Mitteln als Erinnerungsraum erschlossen werden soll. So wird Theater an unserer Schule zunehmend zu einer künstlerischen, sozialen und erinnerungskulturellen Praxis. Für die nächste Zeit ist außerdem eine weitere Zusammenarbeit mit dem EDT geplant: Eine Theaterpädagogin und eine schauspielende Person werden mit zwei 10. Klassen eine kurze theatrale Intervention zum Stück „Keine Aufstiegsgeschichte“ durchführen. Daran anschließend ist auch ein gemeinsamer Vorstellungsbesuch geplant.