Junges Schauspielhaus & Helmuth Hübener Schule
Was passiert, wenn Schule auf Theater trifft? Wenn Schüler*innen nicht nur zuschauen, sondern mitreden, mitgestalten und sogar mitentscheiden?
Dann entsteht genau das, was die Kooperation zwischen der Stadtteilschule Helmuth Hübener und dem Jungen Schauspielhaus seit einem Jahr so besonders macht: ein lebendiger Lernraum mitten im Kiez – der nicht nur zum Nachdenken einlädt, sondern beteiligt und vor allem Mut macht.
Vom Zuschauen zum Mitgestalten
Alles begann mit neugierigen Sechstklässler*innen, die das Stück „Momo“ nicht einfach nur sahen, sondern den gesamten Prozess begleiteten – von der ersten szenischen Lesung bis zur Premiere. Sie blickten hinter die Kulissen, lernten die verschiedenen Gewerke kennen und stellten fest:
Theater ist Teamarbeit.
Aktuell ist eine achte Klasse ganz nah dran an den Proben zu „Sleeping Beauty“. Mittendrin statt nur dabei: beobachten, nachfragen, Feedback geben. Was interessiert die Schüler*innen? Welche Ideen haben sie? Schauspieler*innen, Theaterpädagog*innen und Jugendliche entwickeln gemeinsam im Dialog und in gemeinsamen Workshops neue Perspektiven auf das Stück sowie aktuelle gesellschaftliche Themen. Ein Schüler*innenbeirat, der das Theater berät und die Perspektiven und Gefühle der Jugendlichen einbringt.
Bold Body – Mutausbrüche im Theater
Ein echtes Highlight waren im Februar 2026 die intensiven und kreativen Workshops im Jungen Schauspielhaus für eine Modenschau der Vielfalt. Eine Woche lang wurde geschminkt, posiert, gelacht und geprobt – hinter den Kulissen und auf der Bühne. Entstanden sind mutige Outfits, Choreografien, Make-ups, Wigs und Runway-Fotos. Aber vor allem: jede Menge Selbstbewusstsein. In Kooperation mit dem Jungen Schauspielhaus konnte die Stadtteilschule Helmuth Hübener ein Herzensprojekt von Schüler*innen für Schüler*innen verwirklichen.
Am 2. Juni folgt der große Auftritt: die Modenschau auf der großen Bühne. Ein Moment, auf den alle hinfiebern. Lampenfieber inklusive. Applaus garantiert.
Theater als Lernort
Auch im Alltag ist das Theater längst Teil der Schule geworden. Regelmäßiger Unterricht und Showings der Theaterkurse finden im Jungen Schauspielhaus statt. Dort erarbeiten und präsentieren Schüler*innen ihre Szenen, schauen sich gegenseitig zu und geben Feedback – ehrlich, direkt und klug. Theater wird so zum Experimentierfeld für Ideen, Mut und Zusammenarbeit.
Bereit, Verantwortung zu übernehmen
Besonders engagiert zeigen sich auch die Schüler*innen des TUSCH- Schüler*innenbeirats „Szenewechsel“: Unsere Oberstufenschüler*innen Finja und Gabriel absolvierten im Rahmen der Berufsorientierung ein Praktikum und lernten die Abläufe im Theater hautnah kennen. Im April stehen die beiden beim Flex-Festival selbst auf der Bühne des Jungen Schauspielhauses. Finja nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Moderatorin des Festivals. Und viele weitere Schüler*innen der Stadtteilschule Helmuth Hübener folgen ihrem Beispiel: Sie schnuppern Theaterluft im Rahmen der Hamburger Zukunftstage und entdecken neue Perspektiven für ihre Zukunft.
Next Level TUSCH – Demokratie im Bühnenlicht
Der Youngstars Theaterclub beschäftigt sich im Rahmen von Next Level TUSCH mit Partizipation und demokratischer Mitbestimmung. Wöchentlich entstehen neue, übertragbare Szenen. Das Ziel: zu zeigen, wie klassenübergreifend, kreativ und demokratisch gearbeitet werden kann.
Schulalltag im Theater. Theater mit Lebensweltbezug.
Kurz gesagt:
Das ist längst nicht alles. Da geht noch mehr Beteiligung. Diese Kooperation ist kein Nebenprojekt. Sie ist ein Abenteuer, das weiter geht.

